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Rückwärts gehen
Rückwärtsgehen ist für Hunde ungewohnt, weil sie ihre Hinterhand normalerweise kaum bewusst wahrnehmen. Genau deshalb ist dieser Trick so wertvoll: Er schult die Körperwahrnehmung, kräftigt die Hinterhandmuskulatur und ist im Alltag praktisch, wenn es in einem Hausflur oder an einer engen Stelle eng wird. Der Aufbau erfolgt über eine Gasse, die deinem Hund die Richtung vorgibt, sodass er gar nicht anders kann, als gerade rückwärts zu laufen. Belohnt wird jeder einzelne Schritt in die richtige Richtung.

Der Zaun-Spaziergang
Bellende Hunde hinter Zäunen gehören zu den härtesten Alltagsreizen überhaupt. Diese Profi-Übung trainiert genau diese Situation kontrolliert: Ihr geht in großem Abstand an einem Grundstück mit Hund vorbei und verringert die Distanz über viele Einheiten hinweg. Dein Hund lernt, dass er nicht reagieren muss und du die Führung übernimmst. Das gelingt nur, wenn du sehr genau auf seine Körpersprache achtest und früh genug abbrichst. Die Übung verlangt Timing, Geduld und die Bereitschaft, eine Einheit auch mal nach drei Minuten zu beenden.

Aufwärmen vor dem Sport
Kaltstarts sind einer der häufigsten Gründe für Sportverletzungen bei Hunden. Ein Aufwärmprogramm von fünf bis acht Minuten erhöht die Durchblutung der Muskulatur, macht Sehnen und Bänder elastischer und bereitet das Herz-Kreislauf-System auf die Belastung vor. Diese Einheit gehört vor jede sportliche Aktivität – vor Agility, vor dem Joggen, vor jedem intensiven Spiel. Sie besteht aus lockerem Gehen, Traben und wenigen kontrollierten Bewegungsübungen, die alle großen Gelenke einmal durchbewegen.

Kreisel um einen Kegel
Bei dieser Übung umrundet dein Hund einen Gegenstand – einen Kegel, einen Baum, einen Eimer – und kommt anschließend zu dir zurück. Das ist die Grundlage für viele Distanzübungen im Hundesport, macht aber auch ohne Wettkampfambitionen einfach Spaß. Dein Hund lernt, sich von dir wegzubewegen und trotzdem in Verbindung zu bleiben. Weil die Aufgabe klar begrenzt ist, entsteht schnell Erfolgserlebnis. Später lässt sie sich unterwegs an jedem Laternenpfahl spontan einbauen und wertet jeden Spaziergang auf.

Duft-Memory mit Kräutern
Hunde nehmen die Welt über Gerüche wahr, bekommen im Alltag aber oft nur wenige neue Düfte angeboten. Bei dieser Übung präsentierst du deinem Hund verschiedene unbedenkliche Kräuter und Gewürze und lässt ihn frei entscheiden, was er interessant findet. Manche Hunde reagieren begeistert auf Lavendel, andere auf Baldrian oder Kamille. Das ist reine sinnliche Beschäftigung ohne Leistungsanspruch – und oft erstaunlich entspannend. Über die Zeit lernst du, welche Düfte deinen Hund beruhigen und welche ihn eher aktivieren.

Pfoten-Target auf dem Balancekissen
Bei dieser Übung stellt dein Hund gezielt eine oder zwei Pfoten auf ein instabiles Kissen. Das klingt unspektakulär, ist aber hochwirksam: Die ständigen Ausgleichsbewegungen aktivieren die tiefe stabilisierende Muskulatur rund um Wirbelsäule und Gelenke. Physiotherapeuten arbeiten genau so. Die Belastung ist minimal, der Trainingseffekt hoch – ideal auch für Hunde in Schonzeiten oder mit eingeschränkter Belastbarkeit. Entscheidend sind kurze Einheiten und absolute Freiwilligkeit beim Hinaufsteigen.

Seniorenfitness
Ältere Hunde brauchen Bewegung – aber angepasste. Diese Einheit hält Gelenke beweglich, erhält Muskulatur und fördert die Durchblutung, ohne zu belasten. Alle Übungen finden im Schritttempo statt, ohne Sprünge, ohne enge Wendungen und ohne lange Belastungsphasen. Regelmäßige sanfte Bewegung verlangsamt den Muskelabbau deutlich und erhält Lebensqualität bis ins hohe Alter. Gleichzeitig bekommt dein Senior eine Aufgabe, die ihm Erfolgserlebnisse verschafft – auch das gehört zu einem guten Hundealter.

Personensuche im Wald
Bei diesem Spiel versteckt sich ein Familienmitglied und dein Hund sucht es. Das ist eine der intensivsten Beziehungsübungen überhaupt, weil sie Nasenarbeit mit sozialer Bindung verknüpft: Am Ende der Suche steht nicht nur Futter, sondern ein Mensch, der sich freut. Die meisten Hunde sind sofort begeistert. Das Spiel funktioniert im Wald besonders gut, weil dort Geruchsspuren gut halten und es viele natürliche Verstecke gibt. Es lastet aus, stärkt die Orientierung am Menschen und macht allen Beteiligten großen Spaß.

Gleichmäßiges Traben an der Leine
Der gleichmäßige Trab ist die gesündeste Gangart für Hunde: Beide Körperhälften arbeiten symmetrisch, die Muskulatur wird gleichmäßig aufgebaut und die Gelenke werden gleichmäßig belastet. Im normalen Spaziergang kommt diese Gangart kaum vor, weil ständig angehalten und geschnüffelt wird. Bei dieser Einheit lauft ihr bewusst 15 bis 20 Minuten in konstantem Tempo. Das ist Grundlagentraining für Muskulatur und Kondition – und deutlich wertvoller als kurze, intensive Rennphasen, die vor allem das Erregungsniveau hochtreiben.

Futterbeutel suchen
Der Futterbeutel ist eines der besten Beschäftigungswerkzeuge überhaupt: Er riecht intensiv, lässt sich gut verstecken und das Finden lohnt sich unmittelbar. Bei dieser Übung versteckst du den Beutel im hohen Gras und dein Hund sucht ihn mit der Nase. Das ist keine Gehorsamsübung, sondern reine Beschäftigung, die den Hund artgerecht auslastet und ihm ein echtes Erfolgserlebnis verschafft. Suchen ist für Hunde selbstbelohnend – der Moment des Findens ist der eigentliche Kick. Zehn Minuten davon ersetzen gefühlt eine Stunde Rennen.

Beutespiel mit der Reizangel
Die Reizangel simuliert ein flüchtendes Beutetier und spricht damit das natürliche Jagdverhalten deines Hundes an – kontrolliert, an einem Ort und mit dir als Spielpartner. Richtig eingesetzt ist sie eine hervorragende Möglichkeit, Jagdverhalten in geordnete Bahnen zu lenken, statt es zu unterdrücken. Wichtig ist der maßvolle Einsatz: kurze Sequenzen, klares Ende, Beute darf erobert werden. Falsch eingesetzt – zu lang, zu schnell, ohne Erfolgserlebnis – erzeugt sie Frust und heizt das Erregungsniveau unnötig an.

Gemeinsames Nichtstun
Viele Hunde können nicht abschalten, weil sie es nie geübt haben. Bei dieser Übung setzt ihr euch bewusst zusammen und tut nichts – du liest oder atmest ruhig, dein Hund liegt daneben. Keine Streicheleinheiten, die aktivieren, kein Ansprechen, keine Aufgabe. Über Wiederholung wird daraus ein Zustand, den dein Hund von selbst aufsuchen kann. Entspannung ist eine erlernbare Fähigkeit, und diese Übung ist ihr Training. Besonders für nervöse, schnell hochdrehende oder junge Hunde ist sie ausgesprochen wertvoll.

Klingel drücken
Beim Klingeltrick lernt dein Hund, mit der Pfote oder Nase einen Buzzer oder eine Tischglocke zu betätigen. Der Trick ist schnell aufgebaut, klingt lustig und lässt sich praktisch nutzen: Manche Hunde melden damit, dass sie nach draußen müssen. Für viele Hunde ist das Drücken selbst schon die Belohnung, weil sie eine unmittelbare Wirkung erzeugen – das erleben sie sonst selten. Dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit macht die Übung besonders wertvoll für unsichere oder zurückhaltende Hunde.

Lockere Leinenführigkeit
Übe mit deinem Hund, an einer lockeren Leine zu gehen – ohne Zerren und ohne Spannung.

Schnüffelteppich
Ein Schnüffelteppich ist eine Wohnungsvariante der Schnüffelwiese: Stoffstreifen, in denen Futter versteckt wird. Du kannst ihn kaufen oder in zehn Minuten selbst bauen – ein Gitter, alte Fleecestreifen, fertig. Dein Hund muss sich durch die Streifen arbeiten, um an das Futter zu kommen. Das dauert länger als das Fressen aus dem Napf, fordert die Nase und beruhigt. Gerade an Tagen mit wenig Auslauf, bei Krankheit oder Schonung nach einer Verletzung ist der Teppich eine wertvolle Beschäftigung ohne körperliche Belastung.

Reifen durchspringen
Der Reifen ist ein klassisches Agility-Gerät und eine gute Übung für Zielgenauigkeit: Dein Hund springt durch eine aufgehängte Öffnung. Der Aufbau ist entscheidend – am Anfang steht der Reifen auf dem Boden und dein Hund geht nur hindurch. Erst wenn das selbstverständlich ist, wird er langsam angehoben. Die maximale Höhe orientiert sich an der Ellenbogenhöhe. Zu früh zu hoch aufgebaut, entstehen Unsicherheit und Verletzungsrisiko. Richtig gemacht, ist der Reifen ein Hindernis, das die meisten Hunde lieben.

Bleib mit Ablenkung
Ein Bleib, das nur in der Stille funktioniert, hilft im Alltag kaum. In dieser Übung erweiterst du ein bereits bestehendes Bleib um Ablenkungen – zunächst harmlose, dann anspruchsvollere. Du variierst dabei immer nur eine Schwierigkeit gleichzeitig: Distanz, Dauer oder Ablenkung. Wer alle drei gleichzeitig steigert, überfordert den Hund. Das Ergebnis ist ein zuverlässiges Bleib, auf das du dich auch dann verlassen kannst, wenn jemand zur Tür hereinkommt oder ein Spielzeug herumliegt.

Kinn ablegen
Beim Chin Rest legt dein Hund sein Kinn freiwillig in deine Hand oder auf ein Kissen und hält die Position. Was wie ein Kuscheltrick aussieht, ist in Wahrheit eine der wertvollsten Kooperationsübungen: Der Hund signalisiert damit, dass er bereit für eine Behandlung ist – etwa Augentropfen, Ohrenkontrolle oder Zeckensuche. Hebt er den Kopf, bedeutet das Pause. Dadurch bekommt dein Hund echte Mitsprache in Pflegesituationen, was Stress massiv reduziert und das Vertrauen zwischen euch stärkt.

Zielmatte anlaufen
Die Zielmatte ist eine der vielseitigsten Grundübungen überhaupt: Dein Hund läuft zu einer definierten Fläche und bleibt dort. Im Agility dient das der Distanzarbeit, im Alltag als sicherer Platz im Café oder bei Besuch. Die Übung wird über Belohnung an der Matte aufgebaut – dein Hund lernt, dass die Matte selbst der Ort ist, an dem sich Gutes ereignet. Weil die Matte transportabel ist, nimmst du diesen sicheren Ort später überallhin mit, was besonders unsicheren Hunden hilft.

Treppensteigen
Treppen sind für Hunde eine körperliche und mentale Herausforderung – besonders für junge, alte oder unsichere Tiere. Wer hier hastet, riskiert Stürze und Gelenkbelastung. In dieser Übung lernt dein Hund, Treppen gleichmäßig und ruhig zu nehmen, statt sie hinauf- oder hinunterzustürmen. Das schont Schultern und Hüften, schult die Körperwahrnehmung und macht den Alltag im Mehrfamilienhaus deutlich entspannter. Du arbeitest ausschließlich mit Lob, Futter und Geduld – niemals mit Ziehen an der Leine oder Hochheben gegen den Willen des Hundes.

Spielzeug in den Korb räumen
Ein Hund, der sein Spielzeug selbst aufräumt, ist der Klassiker unter den Alltagstricks – und dahinter steckt eine ganze Kette aus Einzelverhalten: Apportieren, zum Korb laufen, gezielt loslassen. Genau diese Kettenbildung macht die Übung so anspruchsvoll und so auslastend. Du baust jedes Element einzeln auf und fügst es dann zusammen. Der Trick ist perfekt für lange Winterabende, weil er wenig Platz braucht, aber viel Konzentration fordert. Jeder Teilschritt wird belohnt, Fehler werden einfach ignoriert.

Unter der Bank durchkriechen
Kriechen ist für Hunde eine ungewohnte Bewegung, die viel Körperspannung erfordert und die Bauchmuskulatur stärkt. Bei dieser Übung führst du deinen Hund unter einer Parkbank, einem Stuhl oder einem niedrigen Tisch hindurch. Der Reiz liegt darin, dass er dabei genau einschätzen muss, wie viel Platz sein Körper braucht. Das schult die Körperwahrnehmung deutlich. Gearbeitet wird ausschließlich mit Locken – niemals mit Schieben oder Drücken, und die Höhe muss immer bequem passen.

Kopf ablegen auf Signal
Bei diesem ruhigen Trick legt dein Hund im Liegen den Kopf flach auf den Boden oder auf die Pfoten ab. Er sieht entspannt aus und ist es auch: Die Position selbst fördert Entspannung, weil sie mit Ruhe verknüpft ist. Deshalb eignet sie sich hervorragend als Abschluss einer aktiven Einheit oder als Teil eines Entspannungstrainings. Gearbeitet wird über Einfangen des natürlichen Verhaltens: Du wartest, bis dein Hund den Kopf ablegt, markierst den Moment und belohnst sehr ruhig.

Sitz aus der Bewegung
Ein Sitz, das nur im Wohnzimmer funktioniert, hilft im Alltag wenig. In dieser Übung lernt dein Hund, sich auch aus der Bewegung heraus sofort hinzusetzen – zum Beispiel an einer Straßenkante, an einer unübersichtlichen Ecke oder wenn ein Radfahrer kommt. Der Aufbau erfolgt über kleine Schritte: erst im langsamen Gehen, dann im zügigen Tempo, später mit Ablenkung. Alles läuft über Belohnung und Wiederholung, nie über Druck auf die Hinterhand. Das Ergebnis ist eine praktische Notbremse, die dein Hund freiwillig ausführt.

Entspannt im Café liegen
Ein Hund, der in einem Café oder Restaurant ruhig unter dem Tisch liegen kann, gewinnt enorm an Lebensqualität – er darf überall mit hin. Diese Fähigkeit entsteht nicht durch Gehorsam, sondern durch Übung in kleinen Schritten und durch einen Hund, der vorher ausgelastet wurde. Du baust die Situation von der ruhigen Bank bis zum belebten Café langsam auf und belohnst ausschließlich Ruhe. Am Anfang bleibt ihr nur fünf Minuten, später eine ganze Kaffeepause. Entscheidend ist, dass dein Hund die Situation als langweilig und sicher erlebt – Langeweile ist hier das Ziel.

Stadtgeräusche kennenlernen
Müllwagen, Straßenbahnen, Baustellen, Rollkoffer: Die Stadt ist ein akustisches Dauerfeuer. Diese Übung hilft deinem Hund, Geräusche als normalen Hintergrund einzuordnen, statt bei jedem Knall zusammenzuzucken. Du suchst dazu eine Position mit ausreichend Abstand, lässt ihn beobachten und belohnst Entspannung. Wichtig ist, dass dein Hund die Situation jederzeit verlassen kann – Konfrontation ohne Ausweg erzeugt Angst statt Gewöhnung. Über mehrere Einheiten verkürzt du die Distanz, immer im Tempo deines Hundes. Am Ende steht ein Hund, der in der Stadt entspannt neben dir hergeht.

Gemeinsames Joggen im Wohlfühltempo
Joggen mit Hund ist eine schöne gemeinsame Beschäftigung – aber nur, wenn das Tempo und die Strecke zu deinem Hund passen und nicht zu deinen Trainingszielen. In dieser Runde bestimmt der Hund mit: Ihr lauft locker, macht Schnüffelpausen und hört auf, bevor er müde wird. Gleichmäßiges Traben ist gesund für die Muskulatur und ein guter Ausgleich zum ständigen Anhalten beim normalen Spaziergang. Entscheidend ist, dass dein Hund nicht ziehen muss, um mitzuhalten, und dass die Strecke gelenkschonenden Untergrund hat.

Halsband und Geschirr
Manche Hunde drehen sich weg, wenn das Geschirr kommt – oft, weil es einmal unangenehm war oder weil sie über den Kopf gegriffen bekommen. Diese Übung dreht das um: Dein Hund steckt den Kopf freiwillig hinein und bekommt dafür eine Belohnung. Statt ihn anzuziehen, lässt du ihn mitmachen. Das geht schnell, ist leicht zu üben und macht jeden Spaziergangsstart entspannter. Nebenbei lernt dein Hund eine grundlegende Kooperationshaltung, die sich auf Maulkorbtraining, Pflege und Tierarztbesuche übertragen lässt.

Ruhiges Begrüßen an der Tür
Bringe deinem Hund bei, ruhig zu bleiben, wenn jemand an die Tür kommt.

Tunnel mit Richtungswechsel
Ein gerader Tunnel ist schnell gelernt – ein gebogener Tunnel ist etwas ganz anderes. Dein Hund kann den Ausgang nicht sehen und muss darauf vertrauen, dass es weitergeht. Das schult Selbstvertrauen und Orientierung. Zusätzlich übst du, deinen Hund nach dem Ausgang in eine bestimmte Richtung zu schicken – ein Element, das reine Körpersprache verlangt. Der Aufbau erfolgt über eine ganz leichte Biegung, die erst nach und nach stärker wird, und über eine zweite Person, die am Ausgang wartet.

Picknick mit Hund
Ein Picknick ist Beschäftigung und Entspannung in einem: Ihr geht an einen schönen Ort, breitet eine Decke aus und bleibt eine Weile. Dein Hund erkundet die Umgebung, liegt in der Sonne, beobachtet und bekommt zwischendurch eine Suchaufgabe. Solche längeren Aufenthalte an einem Ort sind für Hunde etwas anderes als das ständige Weitergehen beim Spaziergang – sie erlauben echtes Ankommen. Für dich ist es die Gelegenheit, einmal ohne Programm Zeit mit deinem Hund zu verbringen, was Bindung mehr stärkt als jede Trainingsstunde.

Abendritual
Hunde brauchen im Schnitt sehr viel Ruhe – oft 17 bis 20 Stunden am Tag. Ein festes Abendritual hilft, das Erregungsniveau nach einem ereignisreichen Tag zu senken und den Schlaf einzuleiten. Dieses Ritual ist bewusst reizarm gestaltet: gedimmtes Licht, leises Sprechen, ruhige Berührung, keine Spiele. Über Wochen hinweg wird der Ablauf zum verlässlichen Signal, dass jetzt der Tag endet. Viele Hunde, die abends unruhig herumlaufen oder auf jedes Geräusch reagieren, werden dadurch deutlich entspannter.

Ruhiges Warten vor dem Napf
Fütterung ist für viele Hunde der aufregendste Moment des Tages – und genau deshalb eine gute Gelegenheit, Selbstbeherrschung zu üben. Dein Hund lernt, dass Ruhe zum Futter führt und Hektik den Vorgang verzögert. Wichtig: Es geht nicht darum, dem Hund Futter vorzuenthalten oder ihn zu maßregeln, sondern darum, ihm eine klare, faire Regel anzubieten, die den Alltag für beide angenehmer macht. Schon wenige Sekunden Ruhe sind zu Beginn ein Erfolg. Mit der Zeit wird aus dem Anspringen und Bellen ein entspanntes Sitzen oder Stehen – und die Mahlzeit beginnt für alle Beteiligten stressfrei.

Cavaletti
Cavaletti sind niedrige Stangen in gleichmäßigem Abstand, über die dein Hund im Schritt oder Trab läuft. Er kann sie nicht überspringen, sondern muss jede Pfote bewusst setzen. Das ist eine der besten Koordinationsübungen überhaupt und wird auch in der Hundephysiotherapie eingesetzt: Sie stärkt die Tiefenmuskulatur, verbessert das Gangbild und fördert die Körperwahrnehmung. Mit ein paar Besenstielen und Büchern ist der Aufbau in zwei Minuten erledigt – im Garten wie im Wohnzimmer.

Tempowechsel-Training
Intervalltraining mit klaren Tempowechseln fördert die Kondition effektiver als gleichmäßiges Laufen und schult zusätzlich die Aufmerksamkeit deines Hundes. Ihr wechselt nach festem Schema zwischen Gehen, Traben und kurzem, zügigem Laufen. Dein Hund muss dabei ständig auf dich achten und das Tempo anpassen – Kopf und Körper arbeiten gleichzeitig. Diese Profi-Einheit setzt eine bestehende Grundkondition voraus und sollte maximal zweimal pro Woche stattfinden, mit mindestens einem Ruhetag dazwischen.

Distanzarbeit am Hindernis
Bei der Distanzarbeit schickst du deinen Hund zu einem Hindernis, während du selbst stehen bleibst. Das ist im Agility ein wichtiges Element und auch ohne Sportambitionen eine großartige Kopfarbeit: Dein Hund muss sich von dir lösen und trotzdem auf deine Körpersprache achten. Der Aufbau erfolgt in winzigen Schritten – jeder halbe Meter mehr Distanz ist ein eigener Trainingsschritt. Belohnt wird immer am Hindernis, damit dein Hund nicht lernt, zu dir zurückzukommen statt die Aufgabe zu erledigen.

Radfahren mit Hund
Radfahren mit Hund ist eine anspruchsvolle Aktivität, die sorgfältig aufgebaut werden muss – und für die längst nicht jeder Hund geeignet ist. Der Hund läuft dabei über längere Strecken in gleichmäßigem Tempo neben dem Rad, was Kondition aufbaut, aber auch schnell zur Überlastung führen kann, weil er kaum eigenständig Pausen einlegen kann. Deshalb beginnst du mit sehr kurzen Strecken, kontrollierst das Tempo streng und achtest permanent auf Gangbild und Atmung. Weicher Untergrund ist Pflicht.

Balance auf zwei Kissen
Die Steigerung des Balancetrainings: Dein Hund steht mit den Vorderpfoten auf einem und den Hinterpfoten auf einem zweiten instabilen Kissen. Dadurch muss er den gesamten Rumpf aktiv stabilisieren – eine intensive Übung für die Tiefenmuskulatur, die kaum sichtbar ist, aber stark wirkt. Schon zehn Sekunden sind für die meisten Hunde anstrengend. Diese Profi-Variante setzt voraus, dass das Stehen auf einem Kissen sicher und entspannt klappt, und erfordert unbedingt eine Absicherung gegen Wegrutschen.

Spinn dich – Links und rechts drehen
Lehre deinen Hund, sich im Kreis zu drehen.

Deckentraining – Ruhe und Entspannung
Lehre deinen Hund, auf seiner Decke zu entspannen und zu bleiben.

Verstecken spielen mit deinem Hund
Ein Spiel, das die Bindung stärkt und Nasenarbeit trainiert.

Apportieren trainieren
Trainiere deinen Hund, Gegenstände zu bringen.

Fuß trainieren – Grundlagen
Lehre deinen Hund, an deiner Seite zu gehen.

Rückruf trainieren – Mit Ablenkung
Erhöhe die Schwierigkeit: Rückruf mit Ablenkungen.

Massage und Entspannungstraining
Stärke die Bindung durch sanfte Massage und Entspannung.

Sitz trainieren – Grundlagen
Eines der grundlegendsten Signals: „Sitz".

Balance-Training auf unebenen Flächen
Trainiere Balance und Koordination deines Hundes.

Fersensitz – Der elegante Trick
Bringe deinem Hund bei, aufrecht auf seinen Hinterbeinen zu sitzen.

Sprung über den Besenstiel
Eine grundlegende Agility-Übung: Springtraining.

Intensiver Augenkontakt für Bindung
Vertiefe die Bindung durch intensiven Augenkontakt.

Ruhiger Autoeinstieg üben
Lehre deinem Hund, ruhig ins Auto zu steigen – ohne Überbegeisterung.

Platz trainieren – Grundlagen
Lehre deinen Hund, sich hinzulegen auf Signal.

Rolle über Rolle – Der Purzelbaum
Ein beeindruckender Trick: Bringt deinem Hund bei, sich zu purzeln.

Gemeinsames Spiel: Zerrspiel trainieren
Spielerische Übung, die die Bindung stärkt und Aggressionen abbaut.

Achtsamkeitsspaziergang – Gemeinsam Zeit genießen
Ein entspannter Spaziergang, der die Bindung durch gemeinsame Zeit stärkt.

Tunnel durchlaufen trainieren
Der spaßige Agility-Klassiker: Durch einen Tunnel rennen.

Rückruf trainieren – Anfänger
Das wichtigste Signal: Bringe deinem Hund bei, auf deinen Ruf zu kommen.

Zerrspiel-Intervalle – Cardio-Training
Trainiere Ausdauer mit intensiven Zerrspiel-Sessions.

Pfote geben trainieren
Ein süßer und einfacher Trick: Pfote geben.

Slalom-Stangen trainieren
Eine klassische Agility-Übung: Durch Stangen navigieren.

Bleib trainieren – Anfänger
Erhöhe die Distanz und Dauer – lehre deinen Hund, zu bleiben.